Brot für die Welt Projekt 2026/2027 aus Äthiopien

Nachricht Holzminden, 22. Oktober 2026

Bessere Ernährung, besseres Leben

Frauen bei der Ernte in Südwesten Äthiopiens. Foto: Brot für die Welt, Siegfried Modola

Im Südwesten Äthiopiens unterstützt eine Partnerorganisation von Brot für die Welt Kleinbauernfamilien dabei, traditionelle Getreide-und neue Gemüsesorten erfolgreich anzubauen. So können sie sich gesünder ernähren und ein höheres Einkommen erzielen.

Aster Semtet, ihr Mann Tafese Zeini und ihre sechs Kinder leben im Dorf Wode im abgelegenen Südwesten Äthiopiens. Es ist eine grüne und fruchtbare Gegend. Doch nur wenige Menschen hier haben Zugang zu 
sau­berem Wasser, es gibt kaum Strom und zu wenige Schulen. Im Garten von Aster Semtet und Tafese Zeini wuchsen vor allem Taro, auch „Wasserbrotwurzel“ ge­nannt, und Ensete, die „Falsche Banane“. Aus beiden Pflanzen kann man Nahrungsmittel herstellen. Aber die Ernährung ist einseitig. Und Geld kann man mit beiden Produkten kaum verdienen, zu verbreitet sind sie in der Region. Deshalb fehlte der Familie lange Zeit das Geld für Schulbücher. Sie lebten überwiegend von dem Weni­gen, was das eigene Feld erbrachte. „Manchmal wussten wir am Abend nicht, was wir unseren Kindern am nächs­ten Tag zu essen geben sollten“, erzählt Aster Semtet.

Über 4.000 Familien profitieren

Familie im Südwesten Äthiopiens
Aster Semtet, ihr Mann Tafese Zenini und ihre Kinder. Foto: Brot für die Welt, Siegfried Modola

Das änderte sich, als die Familie an einem von Brot für die Welt finanzierten Projekt der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus teilnahm. Sein Ziel ist es, die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort zu verbessern und dabei die Umwelt zu schützen. Über 4.000 Familien in 26 Gemeinden im Südwesten Äthiopiens profitieren davon - darunter die von Aster Sem­tet. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Kleintiere halten, traditionelle Getreide- oder neue Gemüsesorten erfolg­reich anbauen, wie sie selbst Kompost herstellen kön­nen, aber auch, welche Rechte Frauen haben und wie das Zusammenleben von Menschen unterschied licher Herkunft verbesser

Neue Zuversicht

Kinder beim Unterricht mit der Taschenlampe
Mittlerweile haben die Kinder auch Schulbücher und gehen jeden Tag in die Schule, am Abend machen die Töchter ihre Hausaufgaben im Licht einer Taschenlampe. Foto: Brot für die Welt, Siegfried Modola

Als Starthilfe hat Aster Semtets Familie Getreide-und Gemüsesamen und vier Schafe erhalten. Die Schafe ha­ben längst Lämmer bekommen. Vom Geld aus dem Ver­kauf hat die Familie einen Ochsen angeschafft, der nun die Felder pflügt. Auf dem Speiseplan stehen inzwischen auch Kartoffeln, Kohl, Mais und Avocado. Und was die Familie nicht selbst benötigt, verkauft sie auf dem Markt. Mittlerweile haben die Kinder Schulbücher, jeden Mor­gen nach dem Frühstück machen sie sich auf den Weg zur Schule. Neue Zuversicht spricht aus den Worten der Familie: „Ich bin nicht mehr arm“, sagt Aster Samtet. „Ich fühle mich stark. Ich habe jetzt Ziele, und ich werde noch härter arbeiten, um diese zu erreichen.“

Weitere Infos zu diesem Projekt:
www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/aethiopien-bessere-ernaehrung

Stichwort: Ernährung

Fast 700 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger und Unterernährung — das heißt, etwa jeder elfte Mensch auf der Welt hat nicht genug zu essen. Mehr als zwei Milliarden Männer, Frauen und Kinder sind mangelernährt. Sie nehmen mit ihrem Essen zu wenig Nährstoffe auf und sind daher weniger leistungsfähig und anfälliger für Krankheiten. Besonders dramatisch ist die Situation in Afrika südlich der Sahara. Dort ist jeder fünfte Mensch von Hunger und Unterernährung betroffen. Das Tragische daran ist: Ein großer Teil der Unter-- und Mangelernährten lebt auf dem Land, also dort, wo Nahrungsmittel produziert werden.

Der Kampf gegen Hunger und Mangelernährung ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit von Brot für die Welt:

  • Wir helfen Kleinbauernfamilien, mit umweltfreundlichen Methoden höhere Erträge zu erzielen.
  • Wir versetzen sie in die Lage, auch Obst und Gemüseanzubauen, so dass sie sich gesund ernähren können.
  • Wir stärken insbesondere Frauen, da sie oftmals dieentscheidende Rolle bei der Ernährung ihrer Familienspielen.

Denn immer noch gilt:
Satt ist nicht genug — Zukunft braucht gesunde Ernährung!

Ihre Spende wirkt!

Im Südwesten Äthiopiens profitieren viele Familien von diesem Projekt.
Sie können dadurch ein besseres Leben führen und ihre Spende hilft dabei!

Dann können Sie für dieses Projekt auf unterschiedlichen Wegen spenden!

Bitte legen Sie Ihre Spende in die Spendentüte, die Sie in manchen Gemeindebriefen finden. Gern können Sie auch direkt Ihre Spende in der Kollekte im Gottesdienst oder im Pfarramt abgeben. 

Natürlich ist auch eine Überweisung auf das folgende Konto möglich.     

Kontoinhaber: Ev. luth. Kirchenkreisverband Hameln-Holzminden
bei der VR-Bank in Südniedersachsen eG.
IBAN: DE33 2606 2433 0008 1067 38
BIC: GENODEF1DRA

STICHWORT unbedingt angeben:
68. AKTION BROT FÜR DIE WELT  
„Bessere Ernährung, besseres Leben"   
Invest-Nr.: 4301390001

Eine Spendenbescheinigung kann bei entsprechender Anfrage ausgestellt
werden. Bei Spenden bis zu 300,- EURO reicht auch der entsprechende Bankauszug für das Finanzamt.

Für das Brot für die Welt Projekt im vergangenen Jahr wurden im Kirchenkreis insgesamt 57.678,71 EURO gespendet.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!  
i.A. Diakon Dierk Stelter

Projektträger: Ethiopian Evangelical Church Mekane Yesus — Development and Social Service Commission (EECMY-DASSC)

Spendenbedarf: 150.000,- EURO
Der Entwicklungs- und Sozialdienst der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus setzt sich seit 1959 für eine nachhaltige ländliche Entwicklung ein. Das aktuelle, von Brot für die Welt unterstützte, Projekt kommt mehr als 4.000 Familien in 26 Gemeinden im Südwesten Äthiopiens zugute. Sie werden bei der Diversifizierung ihres Anbaus, bei der Einführung ökologischer Anbaumethoden sowie beim Anlegen von Bewässerungskanälen unterstützt. Zu diesem Zweck erhalten sie Schulungen und individuelle Beratung, außerdem eine Starthilfe in Form von Saatgut und Kleintieren. Darüber hinaus finden Workshops zu Frauenrechten sowie zum friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Volksgruppen statt.
 

Ihre Spende wirkt:

  • 60 Euro reichen, um 20 Junghennen und -hähne für den Aufbau einer Hühnerzucht anzuschaffen.
  • 110 Euro finanzieren 200 kg Kartoffeln als Starthilfe für eine Kleinbauernfamilie.
  • 180 Euro beträgt der Monatslohn eines Landwirtschaftsexperten, der die Kleinbauernfamilien im Projekt schult und berät.

Copyright: Brot für die Welt