Kirchliche Nachrichten, Gesicht der Woche und Besinnung aus dem Täglichen Anzeiger Holzminden

Nachricht Holzminden, 10. Juli 2026

Copyright: Täglicher Anzeiger Holzminden vom 10. Juli 2026

Besinnung zum Wochenende

Liebe Leserinnen und Leser!
Endlich Ferien! Endlich mal raus aus dem Alltag, raus aus der Arbeit, raus aus den tausend Anforderungen und Erwartungen, die von allen möglichen Seiten an uns gestellt werden. Für Kinder, insbesondere Schulkinder, sind die Ferien oft heiß ersehnt: Keine Schule, kein Unterricht, kein Stress mit Hausaufgaben und Klassenarbeiten, mit Mitschüler*innen und Lehrer*innen. Und auch vielen Erwachsenen geht es vielleicht ähnlich. Erst im hohen Alter sieht es dann vielleicht auch wieder anders aus: ‚Ach ja, schon wieder sind alle weg…?‘
Einfach mal raus? Den Alltag hinter sich lassen? – Das darf sein! Es ist o.k., auch mal Pause zu machen und auf Zeit auszusteigen aus den Hamsterrädern. Unser Wort „Urlaub“ drückt das aus. Es stand im Mittelhochdeutschen für die Erlaubnis wegzugehen, sich für eine Zeit aus dem Amte, aus dem Dienst zu entfernen.
Raus aus dem Alltag und Zeit haben für anderes und andere. Für Freunde und Familie, an anderen Orten und in anderer Umgebung. Die Zahl der Radreisenden, Pilgerinnen und Pilger sowie der Wohnmobilist*innen nimmt schon seit Mitte April wieder zu. Auf den offiziellen und inoffiziellen Plätzen an der Weser bewundere ich das immer, wenn ich mit dem Fahrrad an ihnen vorbeifahre: Einfach nur sitzen…!
Möge Ihnen das gelingen in den kommenden Wochen! Und mögen Sie dann auch gerne wieder nach Hause zurückkommen, vielleicht sogar mit Freude darauf, dass uns der Alltag wieder hat und wir ihn… Unter Umständen ja sogar mit neuen Perspektiven, bereichert um neue Ideen und ausgestattet mit neuer Kraft – und/oder dem Mut, Dinge endlich zu ändern…
Als Reiselektüre empfehle ich das Lied unter der Nummer 498 im Evangelischen Gesangbuch: „In Gottes Namen fahren wir, sein heilger Engel geh und für […] Herr, du wollst uns Geleitsmann sein und mit uns gehen aus und ein und zeigen alle Steig und Steg, wehren dem Unfall auf dem Weg. […] So wird kein Berg noch tiefes Tal, kein Wasser irrn uns überall; froh kommen wir an unsern Ort, wenn du uns gnädig hilfest fort. Kyrieleis.“


Ihr Pastor Günter

Ev.-luth. Kirchengemeinde Hehlen-Hohe

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