"Wunderbar verwandelt" war das Thema des „Jugend macht Gottesdiensts“-Wochenendes im Januar in Golmbach und es ging rund um die Hochzeit von Kana: Da, wo Jesus mit seinem ersten öffentlichen Zeichen den ersten Schritt auf das Kreuz zugeht, verwandelte sich eine Wundergeschichte zu einer heimlichen Ostergeschichte. Die Jugendlichen haben das Thema Wunder von allen Seiten betrachtet und sich eingehend mit dem Predigttext beschäftigt. Zunächst lernten sich am Freitagabend erstmal alle etwas näher kennen, ehe sie sich mit der Perikope aus dem Johannesevangelium in Kapitel 2, Verse 1-11 beschäftigten. Als erstes filterten die Jugendlichen die zentralen Themen heraus und sammelten dazu erste Ideen.
Thema Hochzeit: Zwei Menschen mögen sich sehr, Brautpaar, Blumen und Schmuck, große Torten und große Feier, Versprechen, Eheringe und Ehevertrag, Trauzeugen, Zeremonie sowie Tüll und Tränen.
Thema Verwandlung: Innere und äußere Verwandlung, Glow up, sich verändern, Superhelden, Wendung, erwachsen werden, eine Raupe, die zum Schmetterling wird.
Thema Wunder: Ein Wunder ist etwas, das sehr unwahrscheinlich ist, und trotzdem passiert, Überraschung, wenn alle glücklich wären und sich vertragen würden, Hungersnot und Klimawandel wird gestoppt, die sieben Weltwunder und Blumen, die wachsen.
Danach wurde passend dazu die Folge „Das Hochzeitsgeschenk“ aus der Serie „The Chosen“ – der Auserwählte – geschaut. So wurde sich auch mit dem Predigttext beschäftigt. Am Samstag wurden noch letzte Fragen dazu beantwortet, ehe die Jugendlichen in Kleingruppen kurze Dialoge, ein Kollektengebet, die Begrüßung und Verabschiedung sowie die Fürbitten selbst schrieben. Natürlich kamen auch Spaß und Spiel am Wochenende nicht zu kurz. Die Jugendlichen besuchten am späten Samstagnachmittag einen nahegelegenen Kuhstall und abends gab es einen passenden Film, bei dem schon einige einschliefen. Andere ließen den Tag bei mehreren Spielrunden „Werwolf“ ausklingen. Am Sonntag erkundeten die Jugendlichen die – für einige unbekannte – Kirche mit verbundenen Augen. Danach wurde für den Gottesdienst geprobt, der dann am Abend mit ca. 80 Gottesdienstbesuchenden gefeiert wurde. „Wunderbar verwandelt“ – nicht nur Wasser in Wein, sondern auch wir werden verwandelt: der Hass in Liebe, der Tod zum ewigen Leben, die Hoffnung zur Gewissheit. Und am Ende des Gottesdienstes haben wir unsere Hoffnungsfunken via Wunderkerze von einem zur anderen weitergegeben, denn der Himmel geht über alle auf - ist das nicht hoffnungsvoll?
Diakonin Christine Dörrie