Der langjährige Pastor der Michaeliskirche Joachim Franke ist im Alter von 79 Jahren verstorben

Nachricht Holzminden, 23. Februar 2026

Wir mussten leider Abschied nehmen von unserem geschätzten Kollegen Pastor i.R. Joachim Franke. Er verstarb am 14. Februar 2026 im Alter von 79 Jahren. Er war schon lange krank, hat vielen kritischen gesundheitlichen Situationen die Stirn bieten können. Nun war die Kraft aber aufgebraucht.

Joachim Franke wurde in Göttingen geboren, hat nach dem Abitur dort und in Hamburg Theologie studiert. Danach führte ihn sein Weg in unseren Kirchenkreis. Sein Vikariat absolvierte er in Bevern. Joachim Franke ist am 13. Januar 1974 in der Michaeliskirche in Holzminden zum Pastor ordiniert worden. In der St. Michaelisgemeinde hat er bis zu seinem Ruhestand im August 2009 als Pastor gearbeitet und gelebt. Und mit ihm seine Familie, seine Frau und ihre drei Söhne. Für Jahrzehnte war die Pfarrdienstwohnung am Michaelisplatz ihr Zuhause.

Nach seinem Ruhestand sind Frankes in Holzminden geblieben und haben viele Kontakte halten können. Kaum je ein Sonn- oder Feiertag, an dem man die beiden nicht im Gottesdienst traf. Und oft bekam der Prediger oder die Predigerin anschließend ein fundiertes Feedback.

Joachim Franke war jahrelang stellvertretender Superintendent und hat sich unter anderem im Verein Evangelisches Krankenhaus und für die Kirchenmusik und die Diakonie im Kirchenkreis engagiert.

Nicht nur in Holzminden war Joachim Franke verwurzelt, sondern besonders auch in der klösterlichen Gemeinschaft von Amelungsborn, zu der er als Familiare gehörte.

Solange es gesundheitlich irgendwie möglich war, war er dort präsent.

Ich selbst habe Jochen Franke als einen klugen, gewitzten, klaren und tiefsinnigen Theologen in Erinnerung, der mit ganzer Herzenskraft das Evangelium geliebt hat. Und der sich auch für Themen begeistern konnte, die abseits der üblichen lagen. Unvergessen ist mir ein Vortrag, den er vor über 20 Jahren in der Kirchenkreiskonferenz gehalten hat über die sogenannten „Predigtmärlein der Barockzeit“.  Ich weiß zwar leider nicht mehr, was er dazu gesagt hat, aber das Wort, das ich vorher nie gehört hatte, fällt mir immer ein, wenn ich an Jochen Franke denke. Ich werde ihn in herzlicher Erinnerung behalten. Er schaut jetzt, was er geglaubt hat - und noch weit mehr. Da bin ich gewiss. Meine Anteilnahme gilt seiner Frau und seiner Familie.

Christiane Nadjé-Wirth, Superintendentin