Mit welchen Schwerpunkten? An welchen Orten? Mit welchem Personal? Und: wieviel Geld steht uns dafür zur Verfügung?
Auf diese und ähnliche Fragen müssen wir im Kirchenkreis im nächsten Jahr neue Antworten finden. Ende 2027 muss die Kirchenkreissynode ein Konzept für den nächsten Planungszeitraum (2029-2034) verabschieden, das der Landeskirche vorgelegt wird. Dazu wird ein Stellenplan gehören und Handlungskonzepte für die verschiedenen kirchliche Arbeitsfelder wie Gottesdienst, Seelsorge, Diakonie, Gebäude, Klimaschutz, Verwaltung und weitere.
Vorher, also Ende 2026, wird die Landeskirche auf ihrer Synode festlegen, wieviel Geld dafür in die Kirchenkreise fließen wird. Wir wissen jetzt schon – was keine Überraschung ist – dass das weniger wird als heute.
Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren 30% einsparen müssen. (Stellen Sie sich ruhig einmal vor, was das auf dem persönlichen Sparkonto bedeuten würde…)
Das wird unweigerlich zu einer grundlegenden Veränderung kirchlicher Arbeit führen. Die Frage ist vor allem, ob und was wir daran gestalten wollen und können und was über uns einfach hereinbricht.
Die Kirchenkreisgremien, Finanz- und Stellenplanausschuss, Bauausschuss, Zukunftsausschuss, Kirchenkreisvorstand, beschäftigen sich intensiv mit diesen Fragen. Und möchten in einem nächsten Schritt die Kirchenvorstände in die Beratungen einbeziehen.
Ein erstes Projekt ist die gemeinsame Entwicklung eines Gebäudebedarfsplans für die drei Regionen mit Hilfe eines „Gebäudeampel“-Systems. Bis Ende 2027 muss für alle Gemeinde- und Pfarrhäuser entschieden sein, für welche es noch Bauunterhaltungsmittel aus Kirchensteuern geben wird oder nicht. Dafür werden Kennzahlen ermittelt, damit die Entscheidung nicht „aus dem Bauch heraus“ oder von denen, die am lautesten rufen, getroffen wird.
Im Frühjahr haben wir dann einen renommierten Kirchenentwickler, Steffen Bauer, zu Gast bei einem Tag für Kirchenvorstände (Samstag, 20.Februar 2027, in Holzminden. Es geht um Schwerpunktsetzungen und darum, wie wir hier unter den Bedingungen, wie sie eben sind, Kirche leben und gestalten wollen. Und an einem Abend im März werden wir Menschen befragen, die nicht zum „inner circle“ gehören, was sie sich eigentlich von uns als Kirche wünschen.
Eines weiß ich schon: es geht nur gemeinsam. Und es geht nur, wenn die Gemeinden sich über ihre Grenzen hinweg darauf verständigen, was wo wann und wie angeboten werden soll und was auch nicht (mehr). Das sind Überlegungen, die niemandem Spaß machen. Umso mehr Dank gebührt den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern und den anderen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, dass sie sich diesen Fragen stellen.
Ihre Christiane Nadjé-Wirth