„6 Kirchen – ein Weg“: Eine Nacht voller Begegnungen und besonderer Momente

Nachricht Holzminden/Boffzen, 13. September 2026

Eine besondere Atmosphäre lag über der ökumenischen „Nacht der Kirchen“ im Raum Holzminden und der Samtgemeinde Boffzen. Unter dem Motto „6 Kirchen – ein Weg“ machten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Weg von Kirche zu Kirche. Sie erlebten dabei unterschiedliche kirchliche Traditionen, Musik, inspirierende Texte, Gebet und persönliche Begegnungen.

Der Abend begann in der Lutherkirche in Holzminden. Pastor von Butler sprach vom gemeinsamen Unterwegssein und von der Weite, in die Gott den Menschen stellt – ein Bild, das im hoch aufragenden Kirchenschiff unmittelbar spürbar wurde. Kraftvolle Klänge des Michaelis-Posaunenchors unter der Leitung von Melanie Manske gaben den Worten zusätzlichen Raum.

In der St. Paulikirche erzählte Pastor Buschatzky von den schützenden Mauern des Gotteshauses als Zeichen für Sicherheit und Geborgenheit. Orgel und Flöte, gespielt von Ulrike Fremd-Schäfer und Sabine Böke, verliehen den Gedanken zugleich Leichtigkeit und Festigkeit.

In der St. Josefkirche lud anschließend die Gemeinde mit Pfarrer Bleckmann zu Stille, Gebet und Anbetung ein. Gemeinsam gesungene Lieder, Weihrauch und die besondere Atmosphäre des Gotteshauses machten die Station zu einem Moment der Ruhe des Gebets und der und Besinnung.

In der Erlöserkirche in Boffzen ging Pastorin Bolte-Wittchen mit ihrem Team dem Begriff „Erlösung“ nach. Sorgen, Ängste und Beklemmungen wurden symbolisch zerrissen. In dieser Geste ließ sich etwas von Erlösung erahnen. Eine Befreiung, die Gott schenken will. Der A-cappella-Chor Fürstenberg unter der Leitung von Marina Solowjewa sang vom Frieden Gottes und von der wundervollen Welt, in die dieser Friede die Menschen sendet.

Auf der großen Terrasse der St. Thomaskirche erzählten Pastorin Maiwald und Diana Schwannecke an der Feuerschale von der Begegnung mit Gott Geist in dieser Welt, vom brennenden Dornbusch – ein Moment, der Wärme, Licht und biblische Geschichte miteinander verband.

Den Abschluss bildete die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Holzminden. Pastor John erläuterte die Besonderheit der Taufe durch Untertauchen. Ein Video zeigte drei junge Menschen, die sich in der Gemeinde taufen ließen. Anschließend wurde das große Taufbecken mit Kerzen zu einem leuchtenden Meer und lud zur persönlichen Tauferinnerung ein. Pastorin John und Sophia Rhein luden zum Mitsingen ein.

An diesem Abend wurde ökumenische Geschwisterlichkeit nicht nur theoretisch thematisiert, sondern gemeinsam erlebt. Viele helfende Hände ermöglichten diese gemeinsamen Erfahrungen. Die Besucherinnen und Besucher wechselten mit Kleinbus, Auto, Fahrrad oder zu Fuß von einer Station zur nächsten. Nach den 30-minütigen Veranstaltungen blieb jeweils Zeit für einen kleinen Imbiss und vor allem für Gespräche.

Ein Besucher brachte die besondere Stimmung des Abends auf den Punkt: „Es hatte etwas von Kirchentag. So viele Eindrücke, dann die lockeren Gespräche, die man gerne weitergeführt hätte – und die kleine Freude, wenn man den Gesprächspartner in der nächsten Kirche wiedererkannte.“

Die Veranstalter freuen sich über die gelungene Nacht der Kirchen, die gezeigt hat: Sechs Kirchen können unterschiedliche Traditionen pflegen und dennoch gemeinsam einen Weg gehen.