Brot für die Welt Projekt 2025/2026 aus Uganda

Nachricht Holzminden, 12. November 2025

Sauberes Wasser vor der Haustür

Bis 2020 holten auch die Frauen aus dem Dorf Kikunda jeden Morgen Wasser an einer Quelle. Hin und zurück brauchten sie dafür etwa drei Stunden – und am Abend noch einmal. Foto: Siegfried Modola

Mehrere Stunden am Tag mit Wasserholen verbringen? Diese Zeiten sind für viele Frauen im Südwesten Ugandas vorbei. Sie haben jetzt einen Regenwassertank vor der Haustür. Das hat ihr Leben verändert — und auch das ihrer Familien.

Bis vor wenigen Jahren musste Joy Kamusiime jeden Morgen um vier Uhr aufstehen, um Wasser zu holen. Die zwei Kilometer lange Strecke zur Quelle führte über einen schmalen Pfad zwischen Bananenstauden und Kaffeebäumen einen steilen Berghang hinab, bei Feuchtigkeit war der Boden auch noch glitschig. Und dann das Ganze zurück, mit einem 25-Liter-Kanister auf dem Kopf. Weil das Wasser nur langsam aus der Quelle läuft und meist schon viele Frauen in einer langen Schlange warteten, brauchte sie etwa drei Stunden, bis sie wieder zu Hause war. Und das Ganze am Abend noch einmal. „Ich war oft so kaputt, dass ich viel weniger geschafft habe als heute“, sagt Joy Kamusiime. Um sich den weiten Weg zu sparen, ging sie manchmal auch zu einer Wasserstelle in der Nähe ihres Dorfes Kikunda. Doch dort ist das Wasser längst nicht so sauber.

Ein Regenwassertank schützt die Gesundheit

Die vierfache Mutter freut sich über das saubere Wasser. „Früher waren meine Kinder häufig krank, wir mussten viel Geld für Medikamente ausgeben“, erinnert sie sich. Foto: Siegfried Modola

Ein Tank für Regenwasser, der seit 2020 auf ihrem Grundstück steht, hat ihr Leben verändert: „Ich spare mir die langen Wege und damit viel Zeit“, erklärt die Bäuerin. Den Regenwassertank verdankt die Familie der ugandischen Hilfsorganisation ACORD, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt. „Die Familien bekommen die Regenwassertanks nicht einfach geschenkt“, stellt Projektmitarbeiterin Olivia Nakaweesa klar. Stattdessen ermutigen sie und ihre Kolleginnen und Kollegen die Frauen in den Dörfern im Südwesten Ugandas, sich zu Gruppen zusammenzuschließen, gemeinsam zu sparen und dann jeweils einem Mitglied der Gruppe die Summe für einen Tank zur Verfügung zu stellen. So geht es immer weiter, bis alle an der Reihe waren.

Mehr Zeit und Geld für die Landwirtschaft

Dank der Organisation ACORD haben viele Frauen inzwischen einen Tank für Regenwasser – so auch Joy Kamusiime. „Ich spare mir die langen Wege und damit viel Zeit“, erklärt sie. Foto: Siegfried Modola

Joy Kamusiime freut sich über die Zisterne nicht nur, weil sie ihr viel Zeit erspart, sondern auch, weil das Regenwasser sauber ist. „Früher waren meine Kinder häufig krank, wir mussten viel Geld für Medikamente ausgeben“, erinnert sie sich. Geld, das die Familie jetzt in die Landwirtschaft investieren kann. Neben Joy profitiert die 13-jährige Immaculate am meisten von dem Regenwassertank. Denn oft musste sie ihre Mutter zur Quelle begleiten. Dann kam sie zu spät in die Schule, war müde und unaufmerksam. „Seit wir den Wassertank haben, ist sie die Klassenbeste!“, sagt Joy Kamusiime stolz.

Stichwort: Wasser

Über zwei Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Wasserknappheit trifft vor allem die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Hier muss das knappe Gut oft von weit entfernten Quellen geholt werden — eine Aufgabe, die meist Frauen und Mädchen zukommt und die ihnen Zeit für Bildung und produktive Tätigkeiten raubt. Wenn Menschen notgedrungen verschmutztes Wasser verwenden, hat dies häufig gravierende Auswirkungen auf ihre Gesundheit: Mehrere Millionen Menschen sterben jährlich an Krankheiten, die durch verunreinigtes Trinkwasser ausgelöst wurden.

Ihre Spende wirkt!

Im Südwesten Ugandas haben jetzt viele Familien einen Regenwassertank
vor der Haustür. Das hat ihr Leben verändert — vor allem das der Frauen. Ihre Spende wirkt!

Dann können Sie für dieses Projekt auf unterschiedlichen Wegen spenden!

Bitte legen Sie Ihre Spende in die Spendentüte, die Sie in manchen Gemeindebriefen finden. Gern können Sie auch direkt Ihre Spende in der Kollekte im Gottesdienst oder im Pfarramt abgeben. 

Natürlich ist auch eine Überweisung auf das folgende Konto möglich.     

Kontoinhaber: Ev. luth. Kirchenkreisverband Hameln-Holzminden
bei der VR-Bank in Südniedersachsen eG.
IBAN: DE33 2606 2433 0008 1067 38
BIC: GENODEF1DRA

STICHWORT unbedingt angeben:
67. AKTION BROT FÜR DIE WELT  
„Kraft zum Leben schöpfen“   
Invest-Nr.: 4301390001

Eine Spendenbescheinigung kann bei entsprechender Anfrage ausgestellt
werden. Bei Spenden bis zu 300,- EURO reicht auch der entsprechende Bankauszug für das Finanzamt.

Für das Brot für die Welt Projekt im vergangenen Jahr wurden im Kirchenkreis insgesamt 54.700,80 EURO gespendet.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!  
i.A. Diakon Dierk Stelter

Projektträger: Agency for Cooperation and Research in Development (ACORD)

Spendenbedarf: 80.000,- EURO

Die Organisation ACORD setzt sich seit 1981 für die Verbesserung der Gesundheit, der Ernährungssicherheit sowie der Wasserversorgung in Uganda ein. Das aktuelle, von Brot für die Welt unterstützte Projekt verbessert den Zugang zu Wasser von mehr als 12.000 Menschen in sechs Distrikten. Geplant ist der Bau von 384 Regenwassertanks mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern für Familien sowie der Bau von zwölf Tanks mit einem Fassungsvermögen von 20.000 Litern für Schulen und Kirchengemeinden. Darüber hinaus schult ACORD Kleinbauernfamilien darin, ihren Anbau an die Klimaveränderungen anzupassen, und bildet 20 Jugendliche im Bau energiesparender Herde aus.

Kostenbeispiele:

  • Gemüsesamen für eine Familie (z.B. Weißkohl, Karotten, Spinat, Rote Bete, Auberginen, Tomaten): 45 Euro
  • Arbeitslohn für die Herstellung von zehn energiesparenden Herden: 80 Euro
  • 40 Meter Plastikschläuche für die Tröpfchenbewässerung
    eines Gemüsegartens: 150 Euro

Copyright: Brot für die Welt