Am 6. Mai 2025 wurde Katrin Schoppe-Holzapfel, neue Leiterin des Kirchenamts Hameln-Holzminden, im Münster mit einem Gottesdienst in ihr neues Amt eingeführt. Die Predigt hielt Christiane Nadjé-Wirth, Superintendentin im Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder. Mit ihr sprachen die Fürbitten Joachim Storch, Anja Janik und Superintendent Dr. Stephan Vasel vom Kirchenkreis Hameln-Pyrmont. Nadjé-Wirth ist Vorsitzende des Kirchenkreisverbandsvorstands. Der Kirchenkreisverband wiederum ist Träger des Kirchenamts Hameln-Holzminden. Hameln und Holzminden hatten sich 2017 zu einem gemeinsamen Kirchenamt mit Sitz in der Rattenfängerstadt zusammengeschlossen.
Am 1. Januar dieses Jahres begann Katrin Schoppe-Holzapfel ihre neue Tätigkeit. „Mittendrin statt nur dabei ist meine Devise“, hatte sie seinerzeit gesagt, hatte die Ärmel hochgekrempelt und war gleich aktiv in ihre ersten Termine gegangen. Durch die krankheitsbedingte Vakanz ihres Vorgängers im Kirchenamt fehlten wöchentlich 40 Arbeitsstunden – und das bereits 17 Monate lang. Die gemeinsame Last schulterten im Kirchenamt Christiane Heins, Thomas Möller und Michael Ermel. Alle drei erhielten zum Dank für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit beim Gottesdienst gut gefüllte Präsentkörbe. Beide Superintendenten dankten dem Trio für seinen großen Einsatz in der Vakanzzeit der Amtsleitung. Die drei hatten die Interimsleitung zusätzlich zu ihren eigenen Aufgaben übernommen.
„Lasst uns nicht müde werden, Gutes zu tun, denn zur rechten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht aufgeben“. Um diesen Satz aus dem Galaterbrief baute die Superintendentin ihre Predigt auf. Sie verglich die Arbeit der Kirchenamts-Leiterin mit der Tätigkeit in einem großen alten Garten, in dem bereits jahrhundertelang gesät, gepflanzt, gepflegt und geerntet wurde, als Mitarbeit am Reich Gottes.
„Wir arbeiten nicht allein. Da sind viele. Es setzt nicht einer oder eine ihre eigene Vorstellung von diesem besonderen Garten durch, sondern es ist ein Gemeinschaftsprojekt.“ Neben aller Freude an dem was üppig wachse, brauche es für diesen Garten auch Strukturen, einen Plan, eine Vorstellung davon, woran wann mit welchem Werkzeug zu arbeiten sei.
„Sie als Amtsleitung gehören zu den Menschen, die eine besondere Aufgabe für diesen Blick auf Ganze haben. Die sehen, wer da alles mitarbeitet in unserem Teil des Gartens. In den Kirchenkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden-Bodenwerder. Und Sie denken mit und planen mit, wie dieser Gartenteil gestaltet werden kann. Gemeinsam mit uns beiden Superintendenten, gemeinsam mit den Vorständen und Fachausschüssen, gemeinsam mit den Abteilungsleitenden im Amt“, unterstrich Nadjé-Wirth.
Die neue Amtsinhaberin trage das alles mit einer ordentlichen Portion Humor, Lebenserfahrung und auch Klarheit. „Und dem Willen da ranzugehen. Für sinnvollere Lösungen zu werben, die die Kräfte besser bündeln und die Stärken der Gärtnerinnen und Gärtner und den Einsatz der Mittel besser nutzen“, lobte die Superintendentin.
Zur rechten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht aufgeben: Das habe Paulus den Galatern gesagt.
Die Liebe zu dem wunderbaren Gartenprojekt sei gleichbedeutend mit der Mitarbeit an der Kirche Gottes. „Und er wird dafür sorgen, dass wir ernten. Zur rechten Zeit. Manchmal ernten wir das, was wir selber gesät haben. Oft ernten wir aber das, was andere vor uns gesät haben. Dafür dürfen wir dankbar sein. Und voller Zuversicht, dass die, die nach uns kommen auch von dem ernten, was wir gesät haben.“
Der Kirchenkreis Hameln-Pyrmont überreichte Katrin Schoppe-Holzapfel einen Apfelbaum – und der Kirchenkreis Holzminden einen Birnenbaum. Mögen beide reiche Früchte tragen.
Text: Harald Langguth. Fotos: GES